Chronik der freiwilligen Feuerwerhr Waltersberg

          

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© A.Schimpl
Nach einem Eintrag in der "Feuerwehrliste der Gemeinde Waltersberg" aus dem Jahre 1888 wurde bereits am 1. Januar 1878 eine "Pflichtfeuerwehr" gegründet. Der Hauptmann Paulus Fruth teilte die 58 eingetragenen Mitglie- der in eine Steigermannschaft, Spritzenmannschaft, Rettungsmannschaft und einen Ordnungs- und Nachtdienst ein.  Zusammen mit der ehemaligen Gemeinde Thann wurde eine "Löschmaschine" angeschaft. Als Leistung war im Kaufvertrag angegeben, dass sie bei guter Bedienung von vier Mann 110 Liter Wasser pro Minute auf 20 Meter werfen sollte. Anscheinend waren die Bürger von Waltersberg damals schon auf ihren eigenen Vorteil bedacht, denn kurz darauf forderte Thann 212 Gulden als zuviel gezahlten Kaufpreis zurück. Von dem rührigen Pfarrer Johann Baptist Mößl, der auch die Raiffeisenkasse im Ort gründete, wurde im Jahre 1901 dann die "Freiwillige Feuerwehr Walters- berg" ins Leben gerufen. Er übernahm auch den ersten Vorsitz bei dem neu gegründeten Verein. Erster Kommandant durch geheime Wahl wurde Bernhard Häring. Bis 1929 gab es in Waltersberg dann zwei Feuerwehren, bis am 15. Januar 1929 der Bezirksbrandinspektor Winter aus Beilngries forderte, dass 21 Mann der Pflichtfeuerwehr in die Freiwillige Feuerwehr  "zu bringen sind", damit die gesetzlich vorgeschriebenen Übungen erbracht werden konnten. Im Jahr 1909 wurde eine eigene Handdruckspritze angeschafft, sie brauchte ihre Leistungsfähigkeit jedoch nur einmal in Waltersberg zu beweisen. Beim Wohnhausbrand Kipfstuhl Nr. 12 im Jahre 1931, wo später noch ein verkohlter 100-Markschein gefunden wurde. Weitere 600 Reichsmark, so- wie 100 Paar neue Schuhe verbrannten. Auswärts kam die Spritze jedoch öfter zum Einsatz. So zum Beispiel 1926, als die Stallung bei Pirkl in der Bäckermühle ein Raub der Flammen wurde und 1929 beim Großbrand von Pirkach, wo 4 Wohnhäuser und 5 Stallungen eingeäschert wurden. In Watten- berg brannte 1933 und 1942 je ein Wohnhaus, 1934 kam sie beim Brand der Bäckermühle zum Einsatz und 1945 in Thann. Der Großbrand in Döllwang am Montag des 8. April 1957 war ihr letzter Einsatz, danach kam sie ins Heimatmuseum nach Neumarkt. Bei dem Bau der Wasserleitung 1948 wurden in den Straßen von Waltersberg  10 Unterflurhydranten mit eingebaut. Zuvor war man auf die vorhandenen Brunnen angewiesen. Um den Löschwasserbedarf noch besser abzusichern, wurden in den Jahren 1969/70 noch je ein unterirdischer Behälter in Walters- berg von 150 cbm und in Sternberg mit 80 cbm Fassungsvermögen eingebaut. Damit war der Löschwasserbedarf voll gesichert. Die Neuzeit Den eigentlichen Aufschwung erlebte die Feuerwehr Waltersberg im Oktober 1972 mit dem Bau des Feuerwehrhauses und dem Ankauf eines Löschfahr- zeugs TSF Ford Transit FT 1300 zum Preis von 34.466 DM. Im gleichen Mo- nat kam es noch zu einem Großbrand in Wattenberg, jedoch musste letzmals ohne das neue Auto ausgerückt werden, da noch niemand die Betriebsanwei- sung kannte. Am Abend des 12. November des gleichen Jahres haben bereits bei Nebel und unter Flutlicht am Sportplatz am Gesteinet zwei Löschgruppen das "bronzene Leistungsabzeichen" erworben, zwei weitere im Jahr 1974. Dabei war auch die erste Jugendgruppe. 1975 legten die ersten neun Mann das silberne Leistungsabzeichen ab und 1979 war die erste Frauengruppe beim Bronzenen erfolgreich. Zu Einsätzen kam es 1983 bei Bränden in Döllwang, Thann und Waltersberg. 1984 bei einem Verkehrsunfall an der Roßthaler Kreuzung. 1985, als die Schmiede in Waltersberg völlig niederbrannte und bei einem Waldbrand am Kuhstiel. 1986 Brandeinsatz in Thann und im Dezember Dachstuhbrand in Sternberg. 1988 Brand in Großalfalterbach. Am 14.04.90 Scheunenbrand in Neuhaus, am 24.05. Zimmerbrand in Waltersberg, bei dem der Altmesner Johann Zinner stirbt.  Am 16.06. Scheunenbrand in Döllwang, Familie Haidner. Am 23.10.92 Schwelbrand in Döllwang, Anwesen Kienlein. 1993 Bergung eines Pkw's an der Sippelmühle.  1997 zwei Einsätze: Ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer in der Sippelmühle mußte gelöscht und ein abgebrochener Baum auf der Straße nach Sternberg entfernt werden. 1998 gab es eine Hilfe- leistung bei einem Verkehrsunfall zwischen Sternberg und Waltersberg, sowie einen Heizungsbrand in der Sippelmühle. 1999 mußten abermals Bäume auf der Straße nach Holnstein und Sternberg beseitigt werden. 1984 wird auf Beschluss einer außerordentlichen Sitzung ein neuer Feuerwehr- verein gegründet und eine neue Satzung ausgearbeitet. In ihr wird der Mit- gliedsbeitrag für passive Mitglieder auf 5 DM festgesetzt, aktive Mitglieder zahlen keinen Beitrag. Beim Tod eines Mitgliedes stellt die Feuerwehr eine Abordnung mit Fahne und bestellt ein Amt. Zur Fahnenweihe der FF Thann, übernimmt 1985 die FF Waltersberg die Patenschaft. Bei der Jahreshauptver- sammlung 1999 wird beschlossen, den Feuerwehrverein künftig als e.V. zu führen und den Eintrag ins Vereinsregister zu beantragen. Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr
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